Every share is a waterdrop

Ob Wasser aus Nebel „ernten“, ein Trinkwasser-Kiosk oder 32 Filter die 3,2 Millionen Liter Wasser reinigen – mit unserer GOOD WATER PROJECTS Initiative haben wir schon so einiges gemacht. Und eigentlich waren das nicht nur wir alleine, sondern insbesondere Ihr: unsere Community. Denn durch Eure Unterstützung konnten wir über die letzten Jahre drei großartige Wasserprojekte in Madagaskar, Tansania und Kenia fördern. Ob über die Teilnahme an unserer #WATERLOVER-Aktion, den Kauf unserer THE LIMIT ED Soaps in Kollaboration mit unseren Freunden von Closed oder die Unterstützung unserer aktuellen SHARE SOME LOVE-Weihnachtskampagne – jeder Eurer Käufe wird bei uns zur Spende. Und jede Spende zum Tropfen. 

Wir danken Euch, dass Ihr gemeinsam mit uns die Welt ein bisschen besser macht und freuen uns, Euch auf unserem aktuellen Blogpost ein Update zu unseren drei großartigen Wasserschutzprojekten zu geben.   

Water Kiosk 

Sauberes und sicheres Trinkwasser gilt in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, heute noch als absolutes Luxusgut. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung lebt ohne Zugang zu dieser überlebenswichtigen Ressource. 

Jeden Tag versorgt Mrs. Justine mit unserem STOP THE WATER WHILE USING ME! Water Kiosk ihre Community mit sauberem und sicherem Trinkwasser. Als Betreiberin des einzigen Wasserkiosks in der näheren Umgebung sorgt sie, gemeinsam mit Mrs. Veronique, auf dessen Landgut der Kiosk 2017 erbaut wurde, für die Verteilung, Wartung und den Verkauf des Wassers. An manchen Tagen sind es 250 Personen, manchmal sogar bis zu 500. Geschätzt werden pro Person bis zu 20 Liter am Tag konsumiert – hochgerechnet also bis zu 10.000 Liter am Tag. Wo Familien früher weite Wege zurück legen mussten um Wasser zu holen (welches häufig kontaminiert oder verschmutzt war und teuer gefiltert werden musste), beziehen sie das Wasser nun seit mehr als eineinhalb Jahren direkt über unseren Kiosk. 

Das besondere an diesem einzigartigen System, dass wir mit Hilfe unserer Spenden finanzieren: Wasserkioske sind immer an die städtischen Wasserleitungen angebunden (in diesem Fall steht in direkter Anbindung zu JIRAMA, dem nationalen Versorgungsnetzwerk) und ermöglichen so, dass das zentral aufbereitete, saubere Wasser über die Leitungen zu den Kiosken gepumpt wird. Deshalb fördern sie nicht nur besonders gut den Ausbau der Infrastruktur, sie versorgen die Menschen vor Ort auch dauerhaft mit sicherem und unbedenklichem Trinkwasser. Alle Anwohner beziehen das Wasser zu einem subventionierten und dem Einkommen angemessenen Preis. So kann sich das System auch selbst tragen, denn die generierten Einnahmen ermöglichen die dauerhafte Wartung des Systems und stellen sicher, dass die Kioskbetreiber – überwiegend Frauen – und deren Angestellte ein regelmäßiges Einkommen beziehen. 

Neu generierte Spenden werden von unserer Partnerorganisation WSUP (Water & Sanitation for the Urban Poor) speziell für den Ausbau des Wassernetzwerkes genutzt, beispielsweise über den Einkauf spezieller Rohre, oder in die Instanthaltung und Wartung des Kiosks. So sorgen wir dafür, dass unser Kiosk auch über einen langen Zeitraum besteht und das Netzwerk weiter ausgebaut wird. Alleine in Tana konnten unsere Partner auf Basis von Spenden bereits mehr als 200 Kioske aufbauen. 

Wer unseren STOP THE WATER WHILE USING ME! Water Kiosk besuchen möchte, findet diesen in dem Fokontany von Morarano in Andoharanofosty. 

Drop For Change 

Auch in Kenia gilt frisches und sauberes Wasser als Luxusgut. Etwa zwei Drittel aller Schulen besitzen keinen direkten Zugang zu Trinkwasser. Mit unserem 2016 gegründeten Projekt „Drop For Change“ wollten wir das ändern. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation LifeStraw haben wir mehrere Schulen mit speziellen Filteranlagen ausgestattet, die mit ihrem smarten System bis zu 99,99% aller Viren, Bakterien und Parasiten aus dem Wasser filtern – und zwar völlig ohne Strom, Batterien oder andere Verschleißteile.

32 Filteranlagen. Hinter einer Zahl, die sich im ersten Moment nicht nach viel anhört, stecken allerdings hunderttausende Liter Wasser. Denn jede einzelne Anlage filtert bis zu 100.000 Liter Wasser über mehrere Jahre – hochgerechnet also potenziell bis zu 3,2 Millionen Liter. Seit 2016 konnten wir knapp 2.600 Schülerinnen und Schüler dank der Filtersysteme nicht nur mit sauberem Trinkwasser versorgen, sondern darüber hinaus auch ein entsprechendes Hygienetraining finanzieren. „Seit die Filtersysteme an unserer Schule installiert wurden, hat sich die Zahl der durch Wasser übertragenen Krankheiten stark reduziert und unsere Schüler haben Zeit gespart, weil sie nicht mehr nach sauberem Wasser suchen müssen“, so Julian Waswa, Lehrerin der Eshikufu Primary School in Kenia. 

Die von uns unterstützen Schulen befinden sich in West-Kenia, Kakamega County (Mumias Sub County) und fassen je Schule zwischen 470 und 680 Schüler. Neu generierte Spenden werden von unserer Partnerorganisation insbesondere für die Instandhaltung und Wartung der Filteranlagen genutzt. Zusätzlich konnten alleine in diesem Jahr zwei neue Filteranlagen an der Ebubala Primary School installiert werden. 

Tanzanian Sky Water 

Wasser aus Nebel gewinnen? Was sich erst einmal etwas verrückt anhört, hat uns von Anfang an begeistert. Denn gerade in Tansania herrscht ein großes Nebelvorkommen, aber kaum Niederschlag – und das Wasser für die Bevölkerung ist knapp. Das deutsche NGO ped World hatte die geniale Idee mit speziellen in Chile hergestellten Nebelnetzen die feinen Tröpfchen aus dem Nebel zu filtern – um so ganze Schulen und Dörfer mit überlebenswichtigem Wasser zu versorgen. 

Seit 2014 sammeln unsere Doppelkollektoren an der Quameyu Secondary School in Endabok bereits Wasser. Jeder einzelne Quadratmeter Netz „erntet“ bis zu zehn Liter, an Spitzentagen sogar 20 Liter pro Tag – bei einem Standardnetz von bis zu 40 Quadratmetern können also täglich zwischen 200 und 1.000 Liter Wasser bereitgestellt werden. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt dies eine Zahl von potenziell 1,46 Millionen Litern Wasser. Sofort nutzbar und ganz ohne Filteranlagen. 

Mit unseren neu generierten Spenden konnten wir den Bau eines 20.000 Liter-Tanks finanzieren, der das generierte Wasser auch in Trockenzeiten langfristig speichert. Zudem wurde ein Toilettenhäuschen für die Schule gebaut, das mit dem Wasser aus den Netzen betrieben werden kann und eine Kochnische geschaffen, in der mit dem gesammelten Nebelwasser Schulessen zubereitet wird. Darüber hinaus wurde das Schulgebäude um drei weitere Räume ausgebaut und weitere Lehrer beschäftigt. Vor Ort kümmert sich unsere Partnerorganisation ped World e.V. zudem dauerhaft um die Wartung und Instandhaltung unserer Kollektoren, damit wir auch zukünftig Millionen Liter Wasser aus dem Nebel sammeln können. 

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